Der Tod lauert im Paradies

November 4, 2019

Es ist bereits ein Jahr her seit ich in Malawi gewesen bin, in der Makuzi Beach Lodge. Dabei ist dieser Aufenthalt gar nicht vorgesehen gewesen. Als ich ganz im Süden von Tansania in Njombe ankam, bekam ich eine Nachricht von den TheSlowRiders.ch. Die Freude war nach dem Frust mit der Zollbehörde derart gross, dass ich alle bekannten Vorgehen über Bord geworfen habe. Das ist ja irgendwie selbst verständlich bei Freunden die man(n) schon über 8 Monate nicht mehr gesehen hat.

 

Das Trio ist deshalb so langsam unterwegs, da sie mit dem Ural Seitenwagengespann aus der Schweiz in Afrika unterwegs sind. Wer das Gespann nicht kennt ein Gebrauchshinweis: viel Werkzeug, Ersatzteile und Können im Schrauben macht es erträglich. Doch für eine Weltreise das beste Gespann, da alles selbst geflickt werden kann – meistens.

 

Die Nachricht war einfach: Wir sind in der Nähe der Grenze zu Tansania in Malawi, wo bist du? Vor lauter Freude sie so nah zu wissen, habe ich alle üblichen Vorgehen über Bord geworfen. Und ganz einfache Dinge wie ein Grenzübertritt nach Malawi verdrängt. Wer so reist erlebt Überraschungen noch und noch. Deshalb habe ich den übermittelten Ort mir nicht mal genau angesehen, sondern mich gleich zur Grenze Malawi/Tansania aufgemacht. Wie immer in Afrika ist da warten angesagt und viel Zeit. Zeit zu schauen, wo sie sich genau in der Nähe der Grenze befinden – 800 km südlich…!

 

Nach dem Grenzübertritt hatte ich keine USD mehr. Wer mit dem eigenen Auto reist muss neben dem VISA auch eine Aufenthaltsbewilligung, Strassenbenützung und Versicherung für das entsprech­ende Land einlösen. Also ich bin sie alle los geworden, die USD. In Afrika unbedingt USD mitnehmen keine EURO oder CHF. Der Diesel in meinem Auto reichte nicht ganz aus ca. 150 km vor dem Ziel musste ich tanken. Kein Problem, Geld wechseln und weiter. Denkste, weder CHF noch EURO wurden mir gewechselt. Die Karten für Bankomatbezüge inklusive Post waren gesperrt. Da Malawi nicht auf meinem Radar war habe ich die Karten nicht freischalten lassen. Also musste via Kreditkarte ein Geldbezug gemacht werden. Kosten ohne Ende. Doch an der Tankstelle wollten sie partout keine Kreditkarte akzeptieren – ausschliesslich Cash.

 

Die Anfahrt an die Makuzi Beach ist aussergewöhnlich. Die Strasse geht mitten durch das Dorf an Schule und Kirche vorbei. Keine Zäune und Mauern, da denkst du bist falsch. Der Abzweiger ist falsch. Makuzi Beach Resort kennt keine Zäune und Mauern zur Abgrenzung – aussergewöhnlich in Afrika.

 

Doch Oli und Corinne hatten viel zu erzählen und erlebt. Hier der Link zu ihrem Bericht aus dieser Zeit. Wie Berner halt so sind, war anderes wichtiger und Oli hängt leicht hinterher mit seinen Berichten. Doch diese sind umso spannender auch die Videobeiträge.

 

https://theslowriders.ch/blog-post/der-tod-lauert-im-paradies/

 

 

 

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© 2017 eckraum // gerold schlegel