Was treibt den Mittelstand, sich der Raffinesse und Perfidität der Finanzindustrie auszusetzen?

June 3, 2019

 

Kaffeeblüte BurkaCoffeeEstate Tansania

Die Kaffeeblüte; innert 2 Tagen ist der Zauber vorbei. Erfordert viel Aufmerksamkeit während langer Zeit, um genau den Moment nicht zu verpassen.

 

 

 

 

 

 

Ruaha Nationalpark Tansania

Wichtig ist meistens wie im Leben,das was Herr und Frau nicht sieht – hier als Bsp. Wasserbüffel

 

 

 

 

 

 

Hotel Helgas Folly Sri Lanka

Für eine Mehrheit ist ein Skelett unheimlich. Für die Besitzerin (Minderheit) steht das Skelett für Menschen. Wir sind alle gleich.

 

 

 

 

 

 

Mit welchen Bildern könnte ich das Thema transportieren? Das hat mich bewegt und beschäftigt. Vor allem die Frage, was ist wichtig:

das Unsichtbare

- das Flüchtige

- das Prägende

- die Mehrheit

- das Unbeachtete

- das Verrückte das Normal wäre?

 

Die Bilder sollen genau das transportieren. Denn das was wichtig ist um auf die Spur zu kommen, bleibt meistens unbeachtet. Genauso wie in der Finanzindustrie.  

 

Innovation und Entwicklung ist mit Veränderung möglich. Die Erfahrung zeigt, dass dies fast aus­schliesslich in KMU-Firmen passiert und mit leidenschaftlichen Menschen im Kontext steht. Die technischen Möglichkeiten in Verbindung mit dem Menschen, erkennen wir gut mit den ersten Schiffsreisen nach Amerika und Australien - 2 Jahre dauerte das zu Beginn. Schritt für Schritt ist die Reisezeit auf wenige Tage gesunken. Flugreisen haben ähnliche Entwicklungen gemacht - bis zur Concorde. Seither stagniert die Flugzeit. Genauso geht es mir als Reisender mit dem Zug - Stagnation. Oder eher Rückschritte mit den vielen Ausfällen und Pannen?

 

Als Bankkunde ist - zu Gunsten Kunden - wenig Entwicklung erkennbar. Die Innovation beschränkt sich darauf, die Kosten besser zu verstecken. Das Kleingedruckte wird umfangreicher und unver­ständ­licher. Die grössere Vielfalt an Produkten hat es vereinfacht, Kunden mit der Gier und Angst, zu lenken. Ich würde sogar so weit gehen und sagen - abhängiger gemacht. Die Ethik und das Vertrauen lösen sich in atemberaubendem Tempo auf. Gut erkennbar, denn die Kluft zwischen der Handlung und den gemachten Aus­sagen wächst eindrucksvoll. Die suggerierte Kompetenz der Bank und die erzielten Resultate vieler Anlagekunden, weisen eine eindrucksvolle Diskrepanz aus.
 

Die Reichsten beenden das Spiel. Sie füttern das System d.h. den gierigen Wolf nicht mehr und steigen aus. Gehen andere Wege. Daraus entstehen Innovationen, die die Bankenlandschaft verän­dern. In der Öffentlichkeit ist das wenig Thema und das spielt den Reichsten zusätzlich in die Hand. Sie können so in Ruhe ihre Schutzstrukturen aufbauen. Denn sie gründen und bauen ihre eigenen Organisa­tionen. Das sind Firmen, die wie Burgen funktionieren. Gemeint sind uneinnehmbare Bur­gen, mit einer Vielzahl von Burggräben, Schutzwallen und Sicherheitsvorkehrungen. Denn am Bei­spiel der Burg  ist offensichtlich, dass Gesindel, Diebe, Wegelagerer und Raubritter ausgesperrt wer­den und keine Chance haben, in das Herzstück zu gelangen. Je kreativer die „Banken“ wurden indem sie versuch­ten – einzudringen - höhere Kosten zu belasteten, umso filigraner und raffinierter sind die Schutzmechanismen dagegen in den Organisa-tionen der Reichsten (Family Office) gestärkt worden. Sie nutzen Technologie und den Menschen. Sie gehen neue Wege.

 

Bei der jahrelangen Single Malt Whisky Lagerung, verdunstet ein Teil des Inhalts, diesen natürlichen Schwund – Angelshare – genannt, sind Reiche gerne bereit abzugeben. Dem Schwund durch ver­steck­­te und übersetzte Kosten gehen sie hingegen konsequent nach. Die Reichsten haben das Zitat von Aristoteles Onassis vor Augen: „Ich bereue nicht von Anfang an die Besten „Berater“ beschäftigt zu haben“. Deshalb beschäftigen sie die besten Praktiker in ihren Organi­sationen d.h. Firmen, um diesem vermeid­baren Schwund auf die Spur zu kommen und legen sich eigene Schutzstrukturen zu. Sie leisten keinen Beitrag mehr um die übersetzten Löhne mit zu finanzieren. Diese zusätzlichen Kosten nehmen sie gerne in Kauf, denn das sichert ihnen den Vermögenszuwachs.

 

Das geht teilweise soweit, dass lebenserfahrene „Reiche“ sich fern halten von jeglichen Menschen der Finanzindustrie, die sich extern ihrer Firma (Family Office) befinden. Sie nutzen die Bank Institute aus­schliesslich zur Administration und Abwicklung. Die Anlagelösungen werden ausserhalb der Bank gesucht. Sie nutzen diejenigen Angebote, die ohne Anreizsystem auskommen und der Mehrheit nicht zugänglich sind. Ebenso sind sie sich viel mehr bewusst, was im Leben glücklich macht und was förderlich ist für ein langes Leben. Entsprechend setzen sie ihre Prioritäten und Fokus. Auf dem Blog: Geroldschlegel.ch gibt’s weitere Themen dazu. Stichworte sind z.B. die blauen Zonen.

 

Der Interessenskonflikt und die Anreizsysteme der Finanzindustrie haben Konsequenzen. Immer öfters wollen umsichtige Reiche an VIP-Anlässen oder VIP-Einladungen ihren eigenen Obolus leisten oder bleiben gänzlich fern. Das sind die gewitzten, die das perfide Vorgehen durchschauen. Heute werden immer öfters Übernahmen und Projekte, mit temporären Zusammenschlüssen von Family Offices realisiert,  ohne Banken. Diese „Projekte“ werden in Netzwerken und Treffen der Reichsten aufgegleist. Befristet schliessen sich so 5-10 reiche Familien zusammen.  Je mehr Volumen sie zusammen stemmen umso tiefer die Kosten. Wenn es sogar ganz ausserhalb der Bank geht umso besser, die eigenen Gewinnmargen steigen exponentiell.

 

Im Volksmund gibt’s einen Spruch: Nur die allerdümmsten Kälber suchen sich ihren Metzger selbst. Das Zitat wird von der Mehrheit: Bertold Brecht, Heinrich Heine und manchmal auch Wilhelm Busch angedichtet. Das stimmt nicht. Das Zitat tauchte 1874 auf einem Zürcher Wahlzettel auf. Ein Wähler hat das Zitat auf seinen Wahlzettel geschrieben.

 

Was die Mehrheit meint zu glauben und tut, ist öfters das Gegenteil und schadet mehr als das es nützt. Dieser Defekt des Menschen - auf die Mehrheit zu achten - wird in jeder Firma und Familie trainiert d.h. verstärkt. Wer genau hinschaut, erkennt, dass die unterschiedlichsten Rituale und Normen gepflegt werden, die diese Haltung zusätzlich stählen. 

 

Rituale sind Berufskleidung wie Anzug, die Zusammensetzung eines Verwaltungsrates, die Seilschaften, das Angebot, der Wettbewerb der verherrlicht wird und anderes mehr. Peter Thiel der erfolgreichste Serienunternehmer unserer Zeit, ist überzeugt wer eine Firma aufbaut, sollte das Angebot so ausgestalten, dass er den Wettbewerb umgehen und vermeiden kann. Wer in Wettbewerb tritt, erhöht seine Chancen zu scheitern.

 

Die Wirkung der Mehrheit auf Entscheidungen, beim Einzelnen füllen viele Bücher und wissen­schaftliche Arbeiten. FBI, Geheimdienste, Illusionist Derren Brown und viele Magier machen sich das zu Nutze. Beeinflussung und Manipulation wird so verstärkt, dass Unglaubliches wahr wird. Übrigens die Hirnforschung geht heute sogar von einer direkten Verbindung Bauch Hirn aus. Doch diese Refle­xe müssen geübt und trainiert werden.

 

Denn die Mehrheit ist die Sippe, die  Sicherheit gibt. Über tausende von Jahren erfahren und fest einprogrammiert.  Auch im Verhalten dieselben Effekte: Nicht auffallen. Das geht am einfachsten, wenn ich mich in der Sippe oder eben, etwas profaner ausgedrückt in der Herde bewege. Wie in  der Wirtschaft oder als Kind: Ich kopiere Geschäftsmodelle von Mitbewerbern oder ahme Verhalten von Geschwister, Eltern und ähnliches nach.  So blamiere ich mich weniger und das ist ein Vorgang der immer stärker wird, je älter ich werde.

 

Salopp passiert genau das mit den Laien und dem Mittelstand im Umgang mit der Bank. Denn der Laie liefert sich freiwillig der Raffinesse der Profis sprich der Grossen aus. Eine Mehrheit des Mittel­standes überschätzt die eigenen Fähigkeiten und unterschätzt die Effizienz der perfiden Werkzeuge der Finanzindustrie. Beeinflussung und Manipulation, das Schlachtfeld der menschlichen Schwächen. Dazu kommt, dass wenig bis keine Lehren und Konsequenzen gezogen werden, aus den Krisen, Verlusten, Erfahrungen, Gerichtsurteilen und der Lohnpolitik. Wer für sich klar hat, dass unabhängig vom IQ, die meisten Entscheidungen im Bauch getroffen werden und später die Fakten dazu abgeleitet werden um den Entscheid zu rechtfertigen, der schützt sich.

 

Jedem Unternehmer und Erwachsenen ist klar, dass Statussymbole, Einrichtungen, Gewinne, Löhne etc. etwas kosten und über Kosten finanziert werden. Deshalb bezahlt der Kunde immer höhere Preise und erzielt - mehrheitlich - schlechtere Ergebnisse. Trotz dem offensichtlichen Ungleichge­wicht hat es - ausser einem Wechsel der Bank - keine Konsequenzen. Eine Veränderung der Ergebnisse würde – bildlich gesprochen - einen Wechsel von Pferd, Stall und Reiter bedingen.

 

Den Kostendruck geben Banken wie Lebensmittelindustrie (geroldschlegel.ch) an Produktlieferant oder Produzent weiter. Sie nutzen das Volumen. Family Offices haben diesen Effekt entdeckt und schlagen genauso zurück. Einzig beim Mittelstand ist wenig bis gar kein Wandel erkennbar. Wieso organisieren sich KMU und Mittelstand nicht mehr? Die Anlässe, die vom Mittelstand besucht werden, fördern mehrheitlich neue Verpflichtungen einzugehen. Genau das machen die Reichsten anders. Ihre Netzwerke werden benutzt, um neue Geschäftsmodelle und Einnahmen zu erzielen. Sie operieren mit eigenen Wissensaustausch Plattformen und innerhalb der Familie zusätzlich im kleinen Kreis - Wissenstransfer. Was den Schreiber wenig erstaunt.

 

Als KMU-Unternehmer beschneidet die Steuerbehörde Löhne und Bezüge immer öfters. Blitzschnell sind Aufrechnungen von privaten Leistungen zur Hand. Der Lohn ist begrenzt und astronomisch weit entfernt von den Löhnen der Geschäftsleiter, der grössten Schweizerfirmen. Die Steuerbehörde hat ein neues Spiel entdeckt. Sie geht grundsätzlich davon aus, dass der KMU-Unternehmer die Steuer­be­hörde übervorteilt. Falls das so wäre sind das - wie Herr Joe Ackermann zu sagen pflegte – Peanuts. Im Volumen schweizweit jedoch gigantische Summen.

 

Wenn der KMU mit der Steuerbehörde in Clinch gerät und in die Mangel genommen wird, wird es richtig schräg. Je mehr sich der Treuhänder oder Steuerexperte für den Kunden einsetzt, umso mehr gelangen die Kunden dieser kundenorientierten Experten, in den Fokus der Steuerbehörde. Das bedeutet alle Kunden dieses Steuerexperten sind markiert und auf dem Radar „Schwarzes Schaf“. Eine verzwickte Angelegenheit. Gleichzeitig bleibt der Ef­fekt der „Starken Reziprozität“ unbeachtet: https://de.wikipedia.org/wiki/Reziprozit%C3%A4t

 

Je mehr jetzt der Experte auf die Rechte des Kunden pocht. Je schwieriger und aufwendiger es für den Beamten wird, umso mehr wird genau das Gegenteil erreicht. Der Bärendienst bei den Kunden von Treuhänder d.h. Steuerexperte  wird mit dem "Stigma" Firmenstempel Realität – der Beamte zahlt zurück – denen zeig ich es. Das ist quasi die Strafe. So verdrehte Effekte gibt’s zu Hauf in der Finanzindustrie.  Auf dem Reiseblog www.geroldschlegel.ch ist vieles zu finden.

 

Grosskonzerne können Vereinba­rungen treffen mit der Steuerbehörde, von der kann ein KMU nur träumen. Ihr wiederkehrendes Argument sind die vielen Arbeitsplätze, die sie schaffen. Erstaunlicher­weise herrscht in dieser Sache Ruhe. Wenn die Steuerbehörde auf einer Seite Zugeständnisse macht, müssen auf der anderen Seite wieder Einnahmen generiert werden. Einfach und verständlich. Die Reichsten der Schweiz machen es ebenso und haben Erfolg damit. Sie scheuen sich nicht die Möglichkeiten des Gesetzes zu nutzen und zwar weltweit. 

 

Hier die Entwicklung „der Reichsten Burgen“ seit 2008 über 10‘000 weltweit und Vorgehen:  

https://www.forbes.com/sites/francoisbotha/2018/12/17/the-rise-of-the-family-office-where-do-they-go-beyond-2019/#2832efde5795

 

Wäre es vielleicht Zeit einen Alternativen Weg zu gehen: „Burg der Laien/Mittelstand“?


Am Anlass vom 27.6.2019 – 18:30 Uhr in Rubigen – Gibt’s mehr Details dazu
Anmeldung: financialcoach.ch – 031 711 52 54 – a-z@financialcoach.ch

 

 

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