Lebensmittelindustrie Schlaumeiereien - VERSUS – Meine Sache; ein langes glückliches Leben

April 29, 2019

 

 Auf den Philippinen im März 2019 gefunden: Milch die Sehnsüchte weckt und alles verspricht, wenig hält


 

Der Titel ist Programm und in diesem Bericht erläutere ich einen Auszug von perfiden Tricks und möglichen Schlaumeiereien. Mein Ziel ist, dass der Leser zum Schluss kommt: Lieber selber beginnen zu kochen, mit einfachen Gerichten, anstelle der süchtig machenden wie schädigenden „Schlaumeier­eien“ nach zu jagen. Eine Suppe ist fast so schnell gemacht, wie eine Tütensuppe (Frische Anteil 3-5%). Das Beste daran ist auch das gemeinsame Kochen, es fördert den Zusammenhalt und stärkt die Gemeinschaft. Der Aspekt von halbvegetarischer Küche, gemeinsames Kochen und Essen, kommt immer wie­der als Thema hoch, wenn es um lange wie glückliche Leben geht. Die Regionen - „Blaue Zonen“ - der über 100-jährigen in Japan, Griechenland, Sardinien, Kalifornien und Costa Rica haben Gemein­sam­keiten: Starke Familie/Gemeinschaft – Halbvegetarische Küche ohne Fertigprodukte – natürliche Bewegung – keine finanziellen Sorgen.  

 

Die Vorstellung, dass Kochen eine menschliche Fähigkeit ist, hat James Boswell schon 1773 gewusst: „Kein Tier ist ein Koch“. Lustig ist auch, wenn von „Professionellen Esser“ gesprochen wird, denn die einzigen, die ich kenne, sind Tiere. Und Christoph Wilhelm Hufeland hat in seinem Buch von 1796 mit dem Titel „Die Kunst, das menschliche Leben zu verlängern“ auf die besondere (gesunde) Ernährung und den Lebensstil hingewiesen. Oder Winston Churchill hat über Architekten gesagt: „Zuerst gestalten wir Gebäude, dann gestalten sie uns“. Gut spürbar: Schlafstädte, Wohnsilos, Kulturschmelztiegel, Plat­ten­bauten oder eben auf dem Lande mit Weilern und Bauernhöfen. Am einen Ort Isolation und Vereinsamung, am Anderen soziale Kontrolle und Gemeinschaft. Und genau so ist es mit dem Kochen: „Zuerst veränderten wir die Nahrung, dann veränderte sie uns“  - Gerd Reuther. Das nebenher Essen nimmt rapide zu und das gemeinsame Essen im gleichen Tempo ab. Einer der Grundpfeiler meiner Gesundheit und der Gemeinschaft wird als Belanglosigkeit abgetan. In der hippokratischen Schriftensammlung nachzulesen: Eure Nahrungsmittel sollen Eure Heilmittel und Eure Heilmittel Eure Nahrungsmittel sein. Viele Krankheiten sind ernährungsbedingt, ohne dass ein Mangel eine Rolle spielt.   

 

 

Fertigprodukte - Convenience
Je älter ich werde, umso grösser mein Widerstand gegenüber „Convenience Produkten“. Der Begriff, sprich den Namen, den die Lebensmittelindustrie gewählt hat, könnte nicht passender sein: bequem oder komfortabel. Das Erkennen von Aromen, frischer Zutaten und Gewürzen stirbt ab. Denn die Lebensmittelindustrie verwendet mehrheitlich Zucker, Salz, Säure und Fett (Palmfett). Der neueste Gag, der meine Lebenszeit dramatisch verkürzt, ist den Zucker mit Maissirup zu ersetzen. Wo Zucker und Fett nicht draufsteht, kann das öfters in der Kalorienangabe wieder gefunden werden. In Amerika ist wissenschaftlich bewiesen, dass Maissirup zu einer verkürzten Lebenserwartung führt. Das Brandgefährliche daran ist, Maissirup sabotiert die Fähigkeit zu erkennen, wann ich satt bin. So wird das sprichwörtliche „Überfressen“ eine Tatsache bei jeder Mahlzeit.

 

Gut sind auch panierte Sachen wie Fischstäbchen, da kann es vorkommen, dass der "Brotanteil" über 50% beträgt. der ausmacht. Oder wenn anstelle von Seezunge eine billigere Kopie aus Neuseeland, im Restaurant angeboten wird. 

 

Spielereien, die das aufschäumen fördern, Streichfähigkeit stärken, Knollenbildung verhindern, Aussehen mit Farben manipulieren, die schlicht nicht möglichDie Geschmacksverstärker erschweren das ganze zusätzlich. Ich spreche noch nicht mal von all den chemischen sind. Das Naturprodukt kann Mängel haben und kann in Geschmack wie Konsistenz abwei­chen. Das Künstliche ändert nur bei einer Rezeptänderung des Konsumenten oder Produzenten. Also wenn ich z.B. anstelle Wasser beim Kartoffelstock zum Anrühren, Milch nehme. Oder der Hersteller aus Kostengründen z.B. bei der Salatsauce den Wasseranteil kräftig erhöht.

 

 

Die Angebote werden weltweit immer ähnlicher - hier Philippinen. Könnte auch in der Schweiz sein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Gastronomie bei den Hausdressings kann es schon mal vorkommen, dass Wasser aufgekocht, mit Maizena oder Kartoffelstärke abgebunden und kalt gestellt wird. Der nächste Schritt ist mit „Kleinmengen“ vom Teuren und „Grossmengen“ vom Billigen, den Geschmack nachbauen. Die Lebensmittelindustrie hat dazu noch eine grössere Wundertüte an „Heilmitteln“. Anstelle von Zucker wird Maissirup verwendet, denn die Anschaffungskosten sind um 40% tiefer. Wer dann noch mit irgendwelchen Billigangeboten das Ganze ergänzt, kann den Liter Salatsauce im Rappenbereich produzieren.

Hier Mayonnaise, das mit dem Wasser geht auch bei Salatsauce

 

In den USA nehmen Lebenserwartung und selber Kochen rapide ab. Dort, wo immer mehr Kochsen­dun­gen gezeigt werden, Kochbücher die höchsten Auflagen (Dito CH/Europa) haben und in Magazinen wie Zeitschriften, theoretisch über das Kochen geschrieben wird, sinkt die tägliche Kochzeit auf 27 Minuten. Wie ist das in der Schweiz ohne wissenschaftliche Studie? Die Finanzindustrie hat genau den gleichen Effekt. Das Ignorieren der Themen rund um das Geld führt zu steigender Inkompetenz im Umgang mit Geld. Das Ganze wird verstärkt, mit der Verunsicherung und der dazuführenden Hilflosigkeit, mit der vermeintlich anschwellenden Komplexität. Die Werbung mit der Angst in Kombina-tion mit der fehlenden Finanzkompetenz, betoniert den Entscheid des Anlegers: Keine Entscheidung treffen aus Angst die Falsche zu treffen. . Das Beste was der Finanzindustrie passieren kann - gesicherte Margen und Erträge. 

 

Wer eingeladen ist oder sich mit Menschen trifft, ist immer öfters, theoretisch am Kochen. Das Thema: Wein, Whisky, Gerichte, Produzenten, Restaurants etc. Also je mehr perfekte Theorie um mich herum, umso grösser meine Hem-mung zu kochen. Andere können das. Das Streben nach Perfektion würgt jeglichen Entdeckergeist im Ansatz ab. Das fehlende Zutrauen und die steigende Unsicherheit selber zu kochen, treibt viele in die Arme der Lebensmittelindustrie. Ein Teufelskreis. Die so erzeugte Hilfslosigkeit, Abhängigkeit und Ignoranz untergräbt schlussendlich jegliches Verantwortungsbe­wusst­sein. Das selber machen in Haus und Garten dagegen populär. Das meine subjektive Wahrnehmung.

 

 

Fett und Palmöl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Grundprinzip: Industrie und Medizin sagt, was gesund ist

  • Frankreich warnt vor den gesundheitsschädigenden Auswirkungen von Fertigprodukten  

  • Fettreduzierte Milch von Hochleistungskühen monatelang haltbar. Nix drin was Gesund ist
    Die für Kleinkinder so wichtige Rohmilch ist sogar beim Bauern immer weniger zugänglich

  • Dito Orangensaft der Monate haltbar ist, da kann nichts mehr drin sein was gut ist – Vitamine

  • Weichmacher wird in zu vielen China Restaurants benutzt für Fleisch mit geringer Qualität

  • Kartoffeln sind Pasta und Reis weit überlegen. Die Stärke ist nicht von der Industrie hergestellt -  natürlich. Kein anderes Nahrungsmittel ist so vielfältig einsetzbar und derart in Ungnade gefallen - Kohlehydraten

  • Viel wichtiger ist, woraus man isst als was gegessen wird. Behältnisse wie Kunststoffe (Mikrowellen), Wegwerfgeschirr etc. sondern hormonähnliche Substanzen ab - Bisphenole

  • Alu-Kaffeekapseln sind bequem, der Rest nur schädlich und alles andere als Natur. Die hohe Marge ist gesichert, bei ca. CHF 90.-/kg. Die Pflückerin in Tansania kriegt keine CHF 5.- pro Tag

  • Nicht zu deklarieren im „Kleingedruckten“

    • Amylasen (Pilz) in Fertigbackmischungen  „Bräunung, Aufgehen“. Beim Roggenbrot Mehlbehandlungsmittel, das gegen die Säuerung eingesetzt wird

    • Industriell gebrautes Bier hat ein Reinheitsgebot, wenn überhaupt auf dem Papier

    • Kalium als Salzersatzstoff – Achtung Herzpatienten

    • Eiweiss das mit Stickstoff aufgeschlagen wird

    • Glukosesirup, daraus entsteht Acrylamid was die Krebsrate steigert, Erbgut verändert
      (Schädliche Wirkung Acrylamid wurde 2002 in Schweden entdeckt)

    • Mehrere 100 EU zugelassen Additive produzieren im Zersetzungsprozess Zucker
      (Deklariert bei den Kohlenhydraten)

    • Welches Vollkornbrot wurde mit vollem Korn und Keimling gebacken
      (Historische Getreidesorten sind Glykämisch den Hochleistungsgetreiden vorzuziehen

    • Industrieller Sauerteig ist derart verändert, dass er Hautreizungen verursacht

  • Das Obst und Gemüse, welches die höchste Resistenz für alles hat (Schädlinge, Pestizide, geringe Transportschäden…) wird gezüchtet. Damit sind die Bitterstoffe weg (Darmverträglichkeit)

  • Unbedenklichkeitsprüfungen vor dem Verzehr und Verkauf im Regal ein Fremdwort. Jedes Tier weiss, dass wenn es das ungeprüft lässt - morgen ev. tot ist. Der Konsument das Versuchstier

  • Lebensmittel wie Fleisch und Fisch werden öfters mit Wasser aufgespritzt, sieht super aus beim Kauf und ist ein kümmerlicher Rest nachdem Kochen

  • Gewürze im Ausland gekauft, sind mit Schadstoffen ohne Ende belastet (Luft/Feuchtigkeit)
    (Chemielabors können ein Lied davon singen – meine Quelle Ingo Holland Gewürz-/Salzpapst)

 

 

Politik wiederkehrend in Firmen involviert, die schädigend sind

  • Firmen der Maissirup- und Palmölindustrie sind gespickt mit Regierungsbeamten

  • Fleischskandal in Tschechien Februar 2019 Premier Andrej Babiš beteiligt via Firmenge­flecht

  • Subventionen der Landwirtschaft: Gross kriegt viel, Klein wenig. Der Kleinbauer, der für Umwelt/Klima sorgt, er stellt sicher, dass Erholungszonen bestehen bleiben. Lobby Ständerat/NR sei Dank

 

 

Resteverwertung und andere Lottogewinner der Lebensmittelindustrie

  • Tagessuppe „Gemüse“ da geht alles rein was übrig bleibt wie zu Hause - kann muss nicht  

  • Bolognese, Hackbraten, Hamburger, Lasagne, Moussaka etc. rühre ich meistens nicht an
    (Da kann alles rein, was im Kühlschrank unbedingt weg muss – gekocht/roh)

  • Beim Bäcker ist das der Russenzopf, Nussgipfel etc.

  • Einkaufswagen werden immer grösser, mit nichts d.h. wenig drin trauen sich wenig an die Kasse

  • Frische Produkte sind am Rande über den ganzen Laden verteilt

  • Was viel gekauft wird ist extrem weit unten am Boden. Was Marge hat in Augenhöhe/Kasse
    (Ablaufen in Flughäfen der „Duty Free Läden“, immer öfters bei Bergbahnen beim Aus-/Einstieg)

  • Die Abteilung der fertigen Saucen, Gerichte etc. nimmt massiv zu. Hohe Marge und Gewinne für den Anbieter. Dem Kunden bleiben Krankheiten (Krebs, Zucker, Allergien…) und Abhängigkeiten

  • Getreideriegel z.B. Erdbeeren können mit Weinbeeren nachgebaut werden. In Wasser einlegen
    auspressen. Zurück ins Aromabad, der Chemiecocktail per se. Ein paar frische Erdbeeren dazu

 

Was ist die Alternative und Lösung
Es ist wichtiger über Generationen erprobte Gerichte zu kochen und zu essen, als unüberprüfte Ernäh­rungsgewohnheiten umzustellen. Denn, der Hipp von Quinoa und Aceibeeren zum Beispiel haben zusätzliche Risiken - die ich wenig einschätzen kann – Konservierungsmittel und Krankheitserreger. Den Mut zum Ausprobieren anstelle verkümmern zu lassen, wieder wecken mit alten Rezepten der Familie. Frische Produkte, Fokus Qualität und regionale Produkte, das die Empfehlung von „Buuman dem Restauranttester“. Holt und entstaubt die Rezepte eurer Grosseltern. Beginnt einzumachen und fermentieren. Der Magen wird es Euch danken. Vereinbart euch mit Nachbarn, Freunden, Gesch­wis­tern etc. Befreit euch von der schädigenden Abhängigkeit und Langzeitwirkung behandelter Lebens­mittel und deren Herstellerindustrie. Das Verhalten des Menschen als Herdentier führt dazu, dass heute eine Minderheit (Lebensmittelindustrie) die Mehrheit regiert und bestimmt.

 

Die Gewinnzahlen der Lebensmittelindustrie lese ich nicht mehr. Es ist wie mit MC Donald, das Kerngeschäft sind die Immobilien - grösserer Immobilienbesitzer als die Kirche - der Hamburger die Kulisse. Die Industrie hat diesen Nutzen dank der Berater entdeckt. Dazu mehr, in meinem Buch.

 

Meine eigene Erfahrung mit Fertigprodukten ist schon fast traumatisch. Deshalb meine Abneigung gegenüber diesen Gerichten. Ich hatte das Vergnügen in der Kochlehre und in der Armee viele der Möglichkeiten kennenzulernen. Das meiste was ich als Koch lernte und entdeckte, war nach meiner Ausbil­dung. Wenn es dann mal wirklich nicht anders geht, greife ich ausnahmsweise zu Halb­fertig­produkten. Ich koche gerne ohne präzise Gewichtsan­gaben d.h. freihändig und das Backen erfordert z.B. eine Waage. Das freihändige Kochen ist ein wiederkehrendes Training, fördert die Kreativität, etwas Neues auszuprobieren mit der Möglichkeit, auch mal weniger Erfolg zu haben. Doch es stärkt mein Zutrauen in mich und meine Fähigkeiten. Das meine ich mit Lebensschule, ich übe mich auf einem überschau­bar­­en Feld mit begrenztem wie kalkulierbarem Schaden mit Misserfolg umzugehen.

 

Ich bin weder Gelehrter noch verfüge ich über einen Doktortitel, doch diese Effekte jetzt vor mir zu sehen erschreckt mich. Macht mich auch wütend und traurig. Hingegen keinesfalls Hilflos. Jeder hat es in der Hand und kann Gegensteuer geben. Es ist „Meine Sache“.

 

Am 27.6.2019 / 18:30 Uhr Rubigen:  Die Burg „Family Office“ ist die Organisation der Reichen, um reich zu bleiben. Wie sieht die Burg für den Mittelstand aus, damit das so bleibt? Anmeldung, Platzzahl beschränkt:

 

https://financialcoach.ch/events/burg-familiy-office-mittelstand/

 

 

 

 

 

Calamansi: Zitrone auf Philippinisch
Das Getränk ist das Rivellla der Philippinen

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