Gelehrte Herren, Kompetente und andere Theoretiker im Umgang mit Anreizsystemen: Geld

April 23, 2019

 

Abgeschieden Wohnen und Leben,

hilft der Tradition zu überleben ohne Technik

 

 

 

Emanuel Kant bringt es auf den Punkt: „Theorie ohne Praxis ist leer, Praxis ohne Theorie ist blind“

 

Francois Rabelais kurz und bündig: „Wissenschaft ohne Gewissen bedeutet den Untergang der Seele“

 

Doch zu diesem Punkt ist mir Albert Einstein noch lieber: „Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher“

 

Das Ganze Dilemma der Finanzindustrie, wird über die eingesetzten Anreizsysteme verschärft. Sie treiben ihr Unwesen im Stillen. Wie beim Eisberg, der unsichtbare Teil birgt gigantisches Schadens­potential. Ich betrachte einige der geldwerten Anreizsysteme. Sie sind ein Auszug d.h. unvollständig.   

 

Anreizsystem: Gekaufte Seelen und Abhängigkeiten von Status und Macht

Momentan sind die Zeitungen, wenn nicht täglich, sicher wöchentlich voll mit Schlaumeiereien, die mir als Kunde und Bürger (Steuerzahler) schaden. Egal welche Bereiche ich betrachte: Top Schulen (Bestechung der Eltern USA)  Öffentlicher Verkehr(Post/SBB), Banken (Gerichtsfälle, Bereicherung, Urkundenfälschung etc.), Exportgarantie (Sicherheit für private Finanzierungen), Winterkurorte (Saisonkarten), Politik (Lobby, Eigeninteressen und Lügen), Baugewerbe/Kiesabbau (Absprachen etc.) und anderes mehr. Dazu gibt es immer mehr Gesetze, Aufsichten und Expertisen. Wo zur gleichen Zeit, viele Experten daran arbeiten, wie sie am besten zu Umgehen sind. Wer zahlt?  

 

- Fehlende Ethik Elemente: Mässigung und Gerechtigkeit. Von Transzendenz weit entfernt

 Lake Natron Tansania – Massai tragen zu ihrem Land Sorge. Leben Traditionell, pflegen Kultur

 

 

Anreizsystem: Eigener Nutzen und Reichtum im Zentrum

Die Bera­tungsfirmen, die weltweit Firmen „fördern“ in der Lohn- und Bonusgestaltung, verstärken das Ganze. Sei es Argumentation, Formulierung der Verträge, Ausgestaltung von Vereinbarungen mit Staat, Firma, und Personal. Wichtig, weltweit gleiches krankes System. Alle verdienen. Je höher die Löhne, desto höher die Beraterhonorare. Simpel. Hat nichts mit wettbewerbsfähigen Löhnen zu tun. Ja, wer Löhne dieser Höhe bezieht, dem fehlt jegliche Finanzkompetenz. Dazu mehr im Buch.

 

Raubritter, die sich als Burgherren aufführen, arbeiten heute von innen nach aussen. Sie höhlen Firmen aus und bereichern sich am Firmenvermögen. Sie besetzen Schlüsselfunktionen in grossen Unternehmen auf Stufe Geschäftsführung oder auf der Kontrollebene. Sprechen viel von Verantwor­tung und Leistungslohn. Kundennutzen selten Thema. Die Rege­lun­gen wie Handbücher, Beschäf­ti­gungs­programme und Lohnkürzungen etc. frustrieren das arbeitende Perso­nal. Der Widerspruch zwischen Personal und Chefetage mit steigenden Löhnen inkl. Privilegien, lösen Neid aus. 

 

- Fehlende Ethik Elemente: Mässigung und Gerechtigkeit. Von Transzendenz weit entfernt

 

Anreizsystem: Den Lohn mit dem Aktienpreis koppeln provoziert höhere Risiken

Aktienrückkäufe sind – aktuell in meinen Augen – grobfahrlässige Schädigung der Aktio­näre. Von Wahnsinn oder Blödsinn, kann nicht mehr die Rede sein. Als Anleger und Investor kaufe ich Aktien, die ca. 40-50% unter dem effektiven Wert sind. Die heutigen Aktienpreise – wenn alle Welt von der „Allesblase“ spricht – sind viel zu teuer. Die Aktienrückkäufe werden via Schuld­en oder früher gebil­dete Reserven finanziert. Wenn die Krise kommt, sind die Reser­ven weg. Das Geld, das die Begün­stigten in Form von Bonus bezogen haben – auch. Die Felle der Verursacher „Oberes Kader“ sind in trockenen Tüchern. Das Fussvolk und die Aktionäre der Firma, haben den Schaden. Denn das Risiko ist hochgefahren und in der Krise, sprich im Schadenfall, die Haftung d.h. Verantwortung weg.  

 

- Fehlende Ethik Elemente: Mässigung und Gerechtigkeit. Von Transzendenz weit entfernt

 

Anreizsystem: Gier provoziert Vertrauensmissbrauch – ohne Konsequenzen

Die Kreativität um Neugeld zu gewinnen nimmt abstruse Formen an. Die Skandale rund um den Globus zeugen davon. Manipula­tion von Kursen (Aktien, Obligationen, Edelmetalle, Rohstoffe). Verführung der Kunden zu grenzwer­tigem Verhal­ten via Steueroptimierung. Kader selbst reizt die Machtfunktion aus – bis zum bitteren Ende. Der Richter spricht öfters von krimineller Energie. Das Ganze befeuert von der Gier nach Rendite und Reichtum. Kombiniert und gefördert mit der Angst, etwas zu verpassen. Weniger zu haben. Ins Lager der Verlierer zu gehören, anstelle der Gewinner.

 

- Fehlende Ethik Elemente: Mässigung und Gerechtigkeit. Von Transzendenz weit entfernt

 

Ethik bedingt keine Anreize

Das Anreizsystem Geld fördert unethisches Verhalten. Deshalb eine sehr vereinfachte Ausführung von Grundlagen der Ethik. Wer über Ethik nachzudenken und forschen beginnt, landet früher oder später bei den Philosophen. Da gibt es zwei wegweisende Entwicklungen: Platon und Aristote­les. Ab 1790 fassten in Europa die 7 Kardinalstugenden Fuss: Glaube, Liebe, Hoffnung, Weisheit, Tapferkeit, Gerechtigkeit, Mässigung. Und 2004 haben Peterson und Seligmann diese zusammen­gefasst in 6 Tugenden: Glauben und Hoffnung ist ein Begriff der neu als „Transzendenz“ betrachtet und einge­setzt wird. In der Philosophie salopp gesagt, Integrierung geistiger Erkenntnis – Praxis.  

 

Ich orientiere mich in meinen Ausführungen an den am Anfang erwähnten 6 Tugenden. Die kann ich mir ohne Handbuch oder Personalreglement merken und ist die Ausgangslage: Liebe – Tapferkeit – Gerechtigkeit – Mässigung – Weisheit – Transzen­denz.

 

Nicht mehr und nicht weniger. Kein Leitbild. Kein Businessplan. Keine Geschäftsbedingungen. Sechs Begriffe reichen für rechtschaffende Lösungen. Als Orientierung anspruchsvoll, doch in der Wirkung energiegeladen. Fördern die Vorsicht, Risikoaversion, Reserven, Rücksichtnahme und anderes mehr.

 

Hinterlegte und wenig beachtete Wirkung von Schriftlichkeit, Auflagen und Gesetzen

Was nützen ausufernde Handbücher, Richtlinien, Anleitungen, Personal Reglemente, Leitbilder, Standesregeln, gesetzliche Rahmenbedingungen etc.? Die kreativen „Schlaumeier“, werden sich hinsetzen und schauen, wo die Lücke ist. Der Einfallsreichtum der Umgehung ist geweckt. Die Schriftlichkeit, vereinfacht der Sache auf den Grund zu gehen. Alles dokumentiert. Viel Zeit. Der geweckte Scharfsinn, hart an der Grenze. Manchmal auch darüber hinaus – krimineller Teil.

 

Den Zwischenraum von Rechtens oder eben nicht zu finden, da helfen hochspezialisierte „Experten“ gerne. Bei entsprechend hohen Honoraransätzen. Deshalb eben Zwischenraum und nicht Lücke. Für mich sind das die Grundlagen, dass wenn es schief geht, keine Haftung = „Nichtschuld Dokumente“.

 

Nebenbei: Ohne wirtschaftliche Kenntnis bleibt der Rechtsgelehrte ein Formalist der Risiko- d. h. Haftungsvermeidung. Ohne juristisches Training wird der Ökonom zum Mann des Details. Denn es gab mal eine Zeit, da waren die juristische und ökonomische Ausbildung Eins (Wien lange Zeit Pflicht).  

Fischer zerstören und fischen gleichzeitig (Negombo Sri Lanka)

 

 

 

Wirkung der Ethik „Mässigung“

Im Gegensatz dazu, die vermeintlich leeren „Worthülsen“ der schlicht daherkommenden ethischen Begriffe. Zündstoff, der sich gewaschen hat. Denn sie führen zu mehr Sorgfalt. Im Hinterkopf läuft ein komplett anderes Programm. Wenn ich das anhand der Mässigung betrachte:

  • Vorsicht = Grundlagen, Eckwerte und Überlegungen könnten falsch sein

  • Rücksicht = das Ganze im Blick inkl. Wirkung auf die Gesellschaft

  • Reserven = ich benötige Puffer, um mehr Zeit zu haben bei der Korrektur

  • Langfristigkeit = Kurzfristiger Erfolg die Sackgasse 

  • Risiko = Kann ich das abschätzen und eingehen

  • Nutzen = Hilft und stärkt das den Kunden

  • Langfristig Bequem/Einfach = kurzfristige Unbequemlichkeit nehme ich in Kauf

So ist das Thema von Einsichten integrieren und aus Fehlern lernen, ein tägliches Unterfangen. Und die Ansichten und Lösungen ändern sich. Werden eigenständig, Transzendent eben. Keine Kopien.

 

Grüne Geldanlage - Label/Zertifikate – Experten/Generalisten
Der Teil „Ethik“ fehlt mir in der Finanzindustrie. Wird via Label und Zertifikate nicht besser. Egal wie lange sie von „Nachhaltiger und Grüner Geldanlage“ sprechen. Das geweckte Bedürfnis der Anle­ger ist nachvollziehbar. Heute ist „Nachhaltig und Ethisch Geld anlegen“ ein Widerspruch per se. Diese Labels sind mehr Schutz vor Mitbewerber, da höhere Eintritts­hür­d­en - Geldmaschinen.

 

Für Jemanden, der weltweit herumreist und den Klimasünder auf der Spur ist – abseits der Touristen­pfade – ein Witz. Die grössten Sünder sind „Grüne Nachhaltige“ Labels für Produkte. Und glauben sie mir das „Greenwashing“ ist perfektioniert worden. So werden bedenkliche Produkte unbedenklich gemacht. Obwohl kein Hauch grün drin steckt. Im Film - Die grüne Lüge – mehr dazu.  

 

Ja Labels und Zertifikate sind reine Geldmaschinen. Sie haben wenig mit Wissensvermittlung zu tun, denn es sind Spezialkenntnisse. Es gibt Experten, die Wissen VIEL über WENIG. Ich bevorzuge meine Generalisten Sicht: WENIG über VIEL zu Wissen.

 

Die Burg das Family Office der Reichen um reich zu bleiben
Die Reichen haben genug, sie organisieren sich und gehen eigene Wege. Sie scheuen weder die anfänglichen Kosten noch Arbeiten. Sie wissen, dass sie langfristig weniger Ärger und Aufwand produzieren. Sie ignorieren die Tatsachen nicht. Das Wissen, dass das System sich nicht ändert reicht. Die Konsequenz daraus ist, sie befreien sich von der Abhängigkeit, bevor der nächste Schadenfall, wieder am Vermögen nagt. Verhalten und Uneinsichtigkeit hat bei den Reichen Konsequenzen. Sie gründen eigene „Burgen – Family Offices – um ihren Reichtum zu schützen und stärken.   

 

Ich Gerold Schlegel, will das ändern und baue an den Strukturen und Lösung für die „Burg des Mittelstandes, zum genau gleichen Zweck der Reichen“. Das Geld des Mittelstandes braucht ein Zuhause. So wie das die Reichen haben. Schutz für alles was Intern/Extern schief laufen kann. Das sind im Aussen Wegelagerer, Raub­rit­ter, Ban(d)en, Gesindel etc. und im Innern der Burg ist alles zu unternehmen um die Familie der Burgherren, die Bewohner, den Hofnarr und das Inventar zu schützen und stärken. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Ich habe Einsichten und Erkenntnisse aus fast 40 Jahren Praxis integriert. Da stecken 14 Jahre im Auf­bau, Betrieb, Unterhalt und Weiterentwicklung eines Family Office drin. 6 Jahre Allfinanz oder Finanzplanung, mit den entsprechenden abgeschlossenen Labels (National/International). Dazu 11 Jahre die Vorsorge der Schweiz im Detail zerlegt inkl. Label (Höchste Stufe/National). Verkaufs­trai­nings genossen – für mehr Umsatz. Doch der Grundstock meines Könnens, wurde mit den 8 Lebensjahren als Koch gelegt mit Label. Auch ich glaubte einmal an Labels und Zertifikate.  

 

Daher kommt meine Sensibilisierung für das Verhalten der Finanz- und Lebensmittelindustrie. Das mache ich daran fest, dass immer wieder dieselben Fehler gemacht werden. Was logisch ist, denn dieselbe Mentalität – sprich Menschen – die mich dahin gebracht haben, bleiben am Ruder. Ohne grundlegenden Ände­rungen und Konsequenzen, werden immer wieder identische Resultate entste­hen. Die Parallelen sind erstaunlich. Erinnern an Eine Autobiografie in 5 Kapiteln“ : der Schrift­stel­lerin, Sängerin und Schauspielerin Portia Nelson: ….letzter Akt ich gehe eine andere Strasse.

 

Das ist das Fundament und der Fundus, den ich nutze, um die „Burg des Mittelstandes zu bauen“, damit die Schere nicht weiter aufgeht. Ich gehe Tapfer voraus. Im Wissen, dass Mässigung und Liebe für das grosse Ganze hilft, eine höhere Wahrscheinlichkeit von Gerechtigkeit und Transzendenz zu erreichen. 

 

Am 27.6.2019 / 18:30 Uhr Rubigen:  Die Burg „Family Office“ Mittelstand – financialcoach.ch

Bitte um Anmeldung, Platzzahl beschränkt:

 

https://financialcoach.ch/events/burg-familiy-office-mittelstand/

 

 

 

Hafen von Colombo Alt
Neuer Hafen fertig Links. Neuer Stadtteil im Bau (Auf Land des Schwiegersohnes des Präsidenten)

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© 2017 eckraum // gerold schlegel