Klima - Plastik - Wasserverbrauch - Sand - Zyklen - Das Risiko Mensch Umwelt/Anlagemärkte

February 26, 2019

Einleitung - Erinnerungen - Erkenntnisse
Ja, auch ich kriege Themen der Welt mit. Stosse auf neue wie wenig beachtete Zusammenhänge und Lösungsan- sätze. Einiges begegnete mir schon in Afrika. Neue habe ich im Blick: der Wasserver­brauch, die schwindenden Sandreserven der Welt und den Tourismus. Verrückt da geht der Kerl reisen und ist selbst Tourist. Wahrscheinlich war eben das nötig. Auslöser, die abgepackten Trinkwasser­flaschen. Beispielsweise die Ignoranz religiöser wie traditioneller Kulturen anhand der Touristinnen in Sri Lanka (Bekleidung). Reisen öffnet die Augen und weckt. Schüttelt mich, macht mir das Ausmass jetzt eher fassbar in der Dimension wie Auswirkung. Macht mich betroffen. Auch das Risiko Mensch und wie dieser beeinflusst wird.

 

Längst vergangene Eindrücke aus anderen Länder tauchen auf wie:

- Marokko            = Plastik, Sand d.h. Plage Blanc

- Neukaledonien = Natur- und Korallenparadies abgelegen, wenig Touristen

- Hongkong         = Plastik, Verpackungsmaterial, Besuch ShenZhen Silicon Valley

- Lesotho             = Plastik, Jeansproduktion, chine­sische Arbeitslager, Strassenbau

- Namibia            = Plastik, Sand, Wasserverbrauch, Diamanten, Austernzucht

- Südafrika          = Plastik, Stromproduktion, Wasserverbrauch/-verkauf

- Alaska               = Plastik, Abfall in der Wildnis

- Schweden         = Winter Gas-Pilze vor Restaurant, Bar etc. für Raucher

- Norwegen        = Fischzucht, Ölplattformen, Strassen- und Brückenbau

- Rumänien         = Plastik, Abfälle Verkehrshauptachsen, Monokultur

- Tschechien       = Plastik (inkl. Felder mit Heu-/Siloballen), Abfälle, Monokultur

 

Bilder Südafrika

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Verbindung dieser Reiseeindrücke ermöglicht mir, Zusammenhänge abzuleiten, die mir die Dimension langsam klar und eher fassbar wie verständlich machen. Im 2017 fuhren meine Lebenspartnerin Regina Bircher und ich über Nebenstrassen via Österreich, Deutschland, Ungarn nach Rumä­nien und zurück via Serbien, Kroatien, Slowenien Österreich nach Hause. Nur ganz wenige Autobahnkilometer, denn mehrheitlich waren wir auf Haupt- und Nebenstrassen unterwegs. Was uns beiden zu schaffen machte, war die Monokultur mit dem blühenden Raps. Und jedes grössere Dorf hatte ausserhalb „Betonschachteln“, mit meistens bekannten Namen zum Einkaufen. Sei es für Möbel, Kleider, Elektro und Lebensmittel. Erschreckend war die Austauschbarkeit der Länder und Kultur. Einzig an der Sprache erkannten wir sicherer, in welchem Land wir waren. In Rumänien ge­nauer im Banat, gibt es tschechische Dörfer, die tschechischer und ursprünglicher sind, als was ich bisher in Tschechien gesehen habe. Banat war die Zieldestination dieser Ferien. Tschechien die Heimat von Regina genauer Litomyšl, wo übrigens „Scraffito Kunst“ in einer unvorstellbaren Dimension am Schloss betrachtet werden kann. Ich kannte das früher eher vom Engadin her.

 

Bilder Litomyšl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Erinnerungen poppen hoch. Glasklar vor mir. Ich kann es nicht ignorieren. Das ist der schmerzhaftere Teil der Reise, die ich im November 2018 gestartet habe. Doch ohne diesen Prozess kann ich die Erkenntnisse nicht machen. Wobei auch den Luxus zu haben, seinen Gedanken nachzuhängen, extrem hilfreich ist. Denn im Hamsterrad von überleben und meine Familie über Wasser zu halten, bleibt wenig Raum und Zeit für diesen Luxus. Zeit für mich selber zu haben, ein wahrer Luxus, den ich mir gönne. Der Blog ermöglicht mir laut zu denken. Ich halte Gedanken fest und dokumentiere. Wer das liest, kann sich seine eigene Meinung bilden oder recherchieren. 

 

Orient stärken, der Schwachsinn per se:
Die Wasser- und Sandverschwendung des Orients ist offensichtlich. Wie auch die Tatsache, dass im Orient die Emanzipation mit Füssen getreten wird. Für mich ist es unverständlich und wenig nachvollziehbar. Die "Geiz ist Geil"-Haltung von zu vielen Menschen, könnte ein Hintergrund sein. Das Resultat hingegen zerstörerisch und rüttelt gleich noch an viel mehr Akzeptiertem der Welt, der Natur wie deren Vielfalt. Das geht weiter über Männer wie Frauen, die mit der Nutzung orientalischer Fluggesellschaften und Feriendestinationen die Emanzipation mit Füssen treten. Deshalb ist der Orient für mich absolut tabu. Egal was im Angebot ist. Sei es als Käufer wie Verkäufer meinerseits.      

 

Plastik
Plastik begegnet mir in unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen. Egal ob in Afrika oder in Asien. Was im Kopf bleibt, der sorglose Umgang mit Plastik. Dann wieder so viel Kreativität in meiner kleinen Welt es anzugehen und einen neuen Weg zu gehen. Einfach etwas dagegen tun. Ich sah erstaunliche wie faszinierende Ansätze. Mit verblüffendem Aussehen und Wirkung: Von Kunst über Schmuck wie recycelte Schuhe, Taschen, Kleider oder Teppichherstellung etc.

 

Mein einfacher wie persönlicher Weg beim Einkaufen ist, die Grossisten zu meiden und auf den Markt zu gehen. Da habe ich meine eigenen Taschen/Behälter dabei. Da bestimme ich als Kunde, wie viel Plastik ich mitnehme und produziere. Sei es für Fisch, Fleisch, Käse, Gemüse, Früchte oder Brot. Und wer jetzt meint, das Einkaufen auf dem Markt sei zu teuer, befindet sich irgendwie auf dem Holzweg. Ich benötige hingegen mehr Zeit und habe oft einen höheren Aufwand. Die Einnahmen bleiben hingegen bei einem Produzenten, der ein Gesicht hat und in der Region verankert ist. Die meisten Grosshändler können Konditionen erwirken, die es für den Produzenten schwer machen, einen vernünftigen Ertrag zu generieren. Der Kostendruck wird auf das nächste schwächere Glied weitergegeben. Das wiederum fördert halt Missbrauch von Personal, Bewässerung, Dünger etc. beim Anbau von Früchten, Getreide und Gemüse. Beim Fleisch und Fisch wird dann mit Futter gemogelt, im besten Falle. Lachs wie Thunfisch zum Beispiel, kommt bei mir schon längere Zeit nur noch selten auf den Tisch. Ich weiss aufgrund meiner Geburtstagsgeschenk-Reise zum 40. „Lachsfischen in Alaska“, wie Wildlachs aussieht und schmeckt. Und was Lachszuchten alles anstellen können, wenn die Flösse und Netze bei Sturm beschädigt werden und der „Kunstlachs“ in die freie Wildbahn gelangt. Ich habe die Macht als Konsument.

 

Auch auf meinem Kaffee Blog von Tansania, taucht das Eine oder das Andere auf. Hingegen ist der Gusto, also das Aroma und der Geschmack, der Produkte von kleineren Produzenten auf dem Markt, schlicht gehaltvoller. Die Aufbewahrung lässt mehrere Tage zu. Bei Grossisten machte ich regelmässig die Erfahrung, kaum zu Hause, schon ist das schöne Aussehen verflogen. Deshalb meide ich Grossisten wo es geht. Denn Früchte und Gemüse vom Markt kann ich dann schon mal eine Woche lagern. Der Wahnsinn mit Spargeln aus Peru im Februar ist dann noch harmlos.

 

Im Verhältnis mussten meine Eltern zu ihrer Zeit bedeutend mehr Zeit und Geld einsetzen für Wohnen und Essen, als wir das heute tun. Gottlieb Duttweiler war mit seinen Einkaufswagen noch in den Kinderschuhen. Hingegen erinnere ich mich an einen „Hausierer“, der ein reichhaltiges Angebot an Hosen, Hemden, Besen, Bürsten, Teppichklopfer, Wäscheleinen, Seile, Körben, Messern und Werkzeugen dabei hatte. Er kam 2x im Jahr vorbei. Das war dann ein Ereignis. Davon liess sich tagelang zehren und die Vorfreude war genauso lange. Ich habe immer wieder gestaunt, was alles in der riesigen Schatzkiste zu finden war.

 

Der Un- wie Wahnsinn mit den Lebensmitteln Labels kümmert mich wenig bis eigentlich überhaupt nicht. Ich bin der festen Überzeugung, ein tolles Lebensmittel braucht kein Label. Denn auch Bio Label Obst darf z.B. Kupfer benutzen, um höhere Ernten einzufahren. So schränke ich mich öfters ein auf Saisonales und Lokales. Ich gehe lieber zum Bauern auf den Hof. Da bin ich in kürzester Zeit im Bild wie er produziert und so lerne ich meine Produzenten persönlich kennen. 

 

Die „Chuscht“ ist mir wichtig und absolut Zentral. Vier Beispiele von Produzenten die mir spontan einfallen: „La Boulotte“, die Nachfolger der alteingesessenen Metz­gerei Schori am Breitenrainplatz in Bern. Sie produzieren das Fleisch gleich selbst in Kirchlindach. Dann Sepp Dähler mit seinem Kabier Fleisch in Stein (AR). Oder der Gemüseproduzent Guggisberg in Tägertschi. Oder die Spargeln von Hodel in Vechigen.

 

Meine Rundreise im letzten Jahr führte mich von Nairobi (Kenia) über Arusha (Tansania) zum Malawisee (Malawi) und zurück via Tansania nach Nairobi. Da ist mir Plastik (explizit Wasserflaschen) immer wieder begegnet. Genau-so der unbedachte Umgang mit der Fütterung wilder Tiere. Jetzt auf den Philippinen belegt mich der Plastikabfall am meisten, retrospektiv betrachtet.

 

Zur besseren Ortung der Strecke wie Verständnis des Sachverhaltes, kurz Erläuterung: Arusha ist das Zentrum in Tansania für Touristen, die den Kilimandscharo  besuchen. Und Ausgangs­punkt für die Safari in die Serengeti und den Krater des Ngorongoro. Dazu führt die Strasse sprich die Fahrt von Arusha bis zum Fuss des Ngorongoro Kraters. Ich fuhr da jedoch rechts weiter zum Lake Natron (Blog Masai).

 

In den Hotels, Lodges oder wo immer die Touristen übernachten, werden sie für die Safari mit Picknick Paketen ausgestattet. Diese beginnen meistens früh morgens und können bis zum Eindunkeln um 18:30 Uhr dauern. Da sind belegte Brote, Früchte, gekochte Eier, Biskuits, meistens ein Frucht­getränk und zwei Wasserflaschen drin. Wobei ein Tourguide selber auch Trinkwasser mitführt. Notfall und so. Alles ist in Plastik abgepackt. Vorausschicken muss ich dazu: Die Mehrheit der Bevölkerung Tansanias kann sich das Wasser in Plastikflaschen schlicht nicht leisten. Sie trinken mehrheitlich ab den Wasserquellen und aus Flüssen.

 

Ausgangs Arusha kommt rechts der Monduli Bergzug und ca. 40 km nachher beginnt es krass zu werden.  Die Strasse ist links wie rechts gepflastert mit Plastikflaschen in allen Grössen. Das Plastikflaschenband ist ca. 2-5 Meter breit. Wie war das gleich mit den Naturfreunden. Genau die Menschen, die die Natur in ihrer ganzen Wildheit sehen wollen, sind die Verursacher. Die Foto-Jagd auf die Tiere der freien Wildbahn Afrikas mit den „Big 5“ (Elefant, Nashorn, Kaffernbüffel, Leopard, Löwe) leistet sich nur eine Minderheit der Bevölkerung von Tansania. Wobei die Eintritte unglaublich abweichen können. Wer einen Pass von Tansania hat, in Tansania wohnt und mit dem eigenen Auto anreist, zahlt ein Bruchteil aller anderen Besucher. Autos mit ausländischen Nummern­schil­dern im Ngorongoro Krater kosten mind. USD 200.- und der Eintritt pro Person ist USD 250.- für 24h. Wer am Rand des Kraters übernachten will, benötigt nochmal USD 300-400.- für eine einfache Unterkunft mit Frühstück. Das ist jedoch eine andere Geschichte (Blog Tansania).

 

Tagesausflügler, d.h. Besucher des Ngorongoro Kraters, können das Picknick an drei festgelegten Plätzen verzehren. Dort ist die Fehlentwicklung von falsch verstandener Tierliebe zeitnah spürbar. Oder ist es einfach Gedankenlo­sig­keit? Ich weiss es nicht. Viele Touristen essen gleich im Auto und steigen nicht mehr aus. Die Vögel ent­wickel­ten sich zur Plage. Das Füttern führte dazu, dass heute Vogelangriffe auf die Brote der Menschen die Regel ist. Ein möglicher Hintergrund ist sicher, dass ultima­tive Fotoerinnerungsbild zu schiessen. Übrigens ist das Füttern der wilden Tiere in fast allen Nationalparks in Afrika ein Problem.

 

Wie das meist­foto­­gra­fierte Bild Afrikas auch: Der afrikanische Weiss­kopfadler, der seine Krallen in den Fisch schlägt. Dabei haben Touristenführer den bereits toten Fisch aus dem Boot geworfen. Für das Foto. Das ist nur denen bekannt, die vor Ort sind. Ihr könnt ja den Freund oder Bekannten nächstes Mal aufziehen, wenn er Euch voller Stolz den fischenden Adler zeigt.

 

In Sri Lanka bin ich erschlagen vom Plastik. Bei jedem Einkauf kriege ich für alles einen Plastiksack. Egal ob ich ein oder zwei Dinge einkaufe. Bei Frischprodukten sogar zwei Säcke. Am liebsten noch alles einzeln. Ja sogar die Teller der Strassenküche können mit Plastik eingepackt sein, wo der Reis und das Curry drauf kommen. Reduziert den Abwasch. Wer weiss, dass sie mit den Händen essen, versteht, dass die Gebrauchsspuren klein sind und der Wiedergebrauch nach der Reinigung, problemlos möglich ist. Anders im Norden: Im tamilischen Hoheitsgebiet  werden Bananenblätter und Bambuskörbchen als Telleruntersatz verwendet. Die Bananenblätter werden oft auch wieder gewaschen. In Mannar im „Tree Rest House“ habe ich das erste Mal einen Hotelier gesehen, der für seine Gäste Wasserkrüge aufstellt, im Zimmer wie auch auf dem Tisch zum Essen. Für ein kleines Entgelt kann der Gast für die Weiterreise eine wiederverwendbare Flasche kaufen und mit Wasser auffüllen. Bei all meinen Reisen habe ich das zum ersten Mal gesehen. Üblicher ist es, Plastik­flaschen abzugeben in allen Grössen. Das war übrigens die günstigste Unterkunft für mich in Sri Lanka, umgerechnet CHF 8.- die Nacht. Etwas in die Jahre gekommen das „Tree Rest House“, hingegen blitzsauber.

 

Wer jetzt bedenken hat wegen der Hygiene bei Strassenküchen, liegt völlig falsch. Lebensmit­telver­giftungen holt sich der Tourist meistens in Küchen mit westlichem Angebot. Einheimisches wird täglich gekocht und zwar lange. Aufzupassen ist bei den Angeboten, die in schönen Take-Aways angeboten werden. Speziell beim Gemüse und den gekochten Zutaten, wenn sie im Wasserbad warm (meistens Lauwarm idealer Nährboden) gehalten werden. Je schäbiger die Küche, das Aussehen und je mehr lokale Bewohner sich da bedienen, umso sicherer bleibe ich gesund. Der Monatsverdienst liegt mehrheitlich bei den Ärmsten bei ca. CHF 200.-, weshalb sich die wenigsten die teuren Angebote leisten können. Diese Analogie funktioniert auch in der Finanzindustrie. Je mehr Klotzen und Protzen, umso sicherer hat meine Rendite Schwund.     

 

Anstelle wie früher den weissen Plastikstühlen im Garten und Restaurant, sind die Modelle hier in allen Farben und Mustern erhältlich. Der viele Plastik wird ge­sammelt, aufbereitet und neuer Plastik produziert: Stühle, Tische, Spielsachen für Sand und Strand, Geschirr, Becher, Besteck etc. Positiv ist, dass das recyceln populär wird. Ich bin jedoch nicht sicher, ob dieser Mechanismus hilft, die Menschen zu sensibilisieren. Was ist das Signal, wenn alles mit Plastik überall ins Auge sticht? Da bin ich ein Glücks­pilz, denn ich durfte noch mit Holz spielen. Der einmalige Geschmack im Mund unvergleichbar. Wie schmeckt Plastik und wie baue ich mit Plastikklötzen hohe Türme, tragfähige Brücken? Als Kind haben wir mit Bauklötzen Unmögliches angestellt. Da wurde dann getestet und gebaut, ohne Ende.

 

Am Strassenrand der Touristenachsen immer wieder Stände mit allerlei Plastik, von Haushalt bis Sport und Spiel. Eher minderwertige Qualität. Geiz ist geil ist weniger das Thema, eher auch mal was kaufen können, wie die Bleichnasen. Verdienst derart tief. Dabei hatten sie 2009 noch so schöne Sachen aus Kokosnussschalen, Bambus und Holz produziert. Handwerk geht genauso verloren wie bei uns. Hier jedoch in einem erschreckenden Tempo. China, Indien, Indonesien und Philippinen sind die vier grössten Plastiksünder. Logisch, wenn ich an die Kleinpackungen für Seife, Waschpulver etc. denke, denn wer USD 200.- im Monat verdient, kauft keine Familienpackung. In Europa d.h. in der Schweiz, könnten wir uns die Familienpackung leisten, aber stürzen uns genauso auf die Klein- und Einzelpackungen. Von Schokolade, Kaffee bis weiss ich was alles. Schade.

 

Jetzt, wo ich bereits in den Philippinen auf der Insel Negros weile, dasselbe. Wieder und wieder Plastik. Hier in meinem Empfinden im Zentrum viel mehr, der dominante wie populistische Auftritt des Präsidenten. Mit oft fragwürdigen, wie auch haarsträubenden Aussagen und Handlungen. Da ich noch ausreisen will, halte ich mich zurück. Auffällig ist, wie wir in der Schweiz Bäche und Flüsse renaturieren, hier beginnen sie, jedes Bächlein einzuzwängen. Unsere Erfahrung zeigt, dass das Schadenpotential extrem hoch ist. Bei jedem Unwetter und Taifun spürbar mit diesen – in meinen Augen – sinnlosen Vorkehrungen. Gestern war ich das erste Mal in der Stadt Dumaguerte. Ich wohne abgelegen gegenüber „Apo Island“ berühmt für seine Seeschildkröten. Also war ein Grosseinkauf an­gesagt. Das Angebot an Plastikartikeln riesig. Ja, sogar die Waschmaschinen werden mehrheitlich damit hergestellt. Das feuchte Klima und das Salz des Meeres in der Luft, lässt viele Menschen umstellen auf Plastiktrommeln und Gehäuse. Der Einsatz ist länger möglich. Abgefahren. Jürg Wyss (adwyse.ch) hat mir heute einen neuen Bosch Bohrmaschinen Einsatz gezeigt – rostig. Und das ohne dass der Bohrer einmal im Einsatz war.   

 

Auf meiner Rückreise von Marokko 2016 fuhren wir zu Acht mit 4 geländegängigen Autos quer durch Spanien zurück. Andalusien, die „Weissen Dörfer“, ein Tourismus Magnet der besonderen Art. Also haben wir einen Halt mit Uebernachtung eingeplant. Jeder der Andalusien bereist, sieht auch Almeria. Ein Tal voller Plastik, knapp 35‘000 Hektaren. Dazu kommen die rund 80‘000 illegalen Pflücker und Erntehelfer, die schon fast sklavenähnlich gehalten werden. Die Arbeitslosigkeit treibt komische Blüten und wird gnadenlos von den Produzenten ausgenutzt. Die Detaillisten drücken Preise und das wird an die nächste schwächere Kette weitergegeben. Spielt keine Rolle, ist keine Kinderarbeit. Wie die Erdbeeren weg gehen und gekauft werden aus dieser Region – erstaunt. Dazu kommen Gemüse wie Gurken, Peperoni, Tomaten und Auberginen. Wie weit das Label BIO hier missbraucht wird, kann ich nicht abschätzen, würde mich hingegen wenig erstaunen.

 

Der Info Sperber hat dazu einen Artikel

 Sehenswertes was mit Plastik alles möglich, ist hier anhand von ein paar ausgewählten YouTube Videos. Es gibt viel mehr und ich erfreue mich an den Initiativen dieser Menschen:

 

Schmuckherstellung atemraubend  

 

Indien einmal mit viel Farbe; Taschendesign

 

Indien und seine Teppiche

 

Südafrikanischer Künstler aus Johannesburg: Bilder mit Wow Effekt

 

Philippinen haben ihren Plastic Men – knallige Farben Muster

 

 Bilder Plastikartikel Philippinen

 

Wasserverbrauch

Der Wasserreport von 2015 „Brot für die Welt“ hält fest, dass 640 Mio. Menschen in Gebieten mit extremem Wassermangel leben. Die OECD-Umweltausblick meint, dass bis 2050 ca. 2.3 Mia. Menschen unter Wassermangel leiden werden. Alles Süss- und Salzwasser der Welt findet in einer Kugel von 1‘400 km Durchmesser Platz. Das Fassungsvermögen ist 1‘386‘000‘000 Kukm. Das Süsswasser alleine ist nur noch 272 km im Durchmesser, mit 10‘633‘450 Kukm.

 

Bilder Neukaledonien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Welternährungsorganisation FAO schätzt, dass bis 2050 die Nahrungsmittelproduktion im Vergleich zu 2005 um 60% steigen muss. Im 2016 bin ich von Marokko über Gibraltar, Andalusien querfeldein nach Calpe gefahren. Wir fuhren durch Täler mit riesigen Zitronen-, Orangenplantagen, Weinreben­hainen, Olivenbaumwälder, Futtermittelfabriken und Schweinezuchten. Bewässerungs­anlagen soweit das Auge reicht. Grundwasser, die Quelle. Obwohl bekannt ist, dass der Boden so versalzt wird. Es ist eine Frage der Zeit, dass die Erträge dieser Täler wegbrechen. Das Grundwasser ist der Trinkwasser-Lieferant per se. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sind die meisten, wie grössten, Mastbetriebe von Deutsch­land beheimatet. Das Nitrat der Gülle führt zu erheblichen Schwierigkeiten in der Aufbereitung des Trinkwassers. Abgesehen von der Verschmutzung des Meeres mit den Flussmündungen.  

 

In Lesotho, einem der ärmsten wie schönsten Länder Afrikas und unglaublich glücklichen, wie hilfsbereiten Menschen, leben bereits über 50‘000 von der Jeans­produktion. Lesotho ist reich an Wasser. Die grossen Produzenten können sich jetzt rühmen, nach­haltig zu produzieren. Wer in dem Land gewesen ist, kann das nicht ernst nehmen. Einzig die Rendite ist ausschlaggebend und die Arbeitskraft. Es würde mich nicht überraschen, wenn die Firmen Vorteile - sprich Erleichterungen - aushandeln konnten. Wir kennen „Wirtschaftsförderung“ auch in der Schweiz. Amazon ist ein abschrecken­des Beispiel: Hungerlöhne, reichster Mensch und Firma zahlt keine Steuern. In Lesotho ist das Grundeinkommen pro Monat dito um die USD 150 – 250.-.  

 

                                                                            Bild Lesotho

 Jeans von Levis Strauss rühre ich nicht mehr an. Ich fördere den Zerfall dieses wunderbaren Landes mit jedem Kauf. Jede Marke, die ich neu entdecke, streiche ich künftig von meiner Einkaufsliste. Das Label „Nach­halt­ig“ wird hier in extremis missbraucht, genauso wie die BIO Qualität aus Almeria in Andalusien. Ich wiederhole mich, dass einer der Gründe wieso Labels von Qualität und Nachhaltig mich wenig zum Kauf verführen. Ein anderes Beispiel ist Néstle. Diese Aktie gilt ja als „Nachhaltige Anlage“ – ohne Worte.

 

Der Pro Kopf Wasserverbrauch in Dubai beträgt 500 Liter. Soweit ich weiss, ist das ein unwirtlicher, extrem heisser Ort, mit praktisch keinem Wasser. Wer kommt hier in der Zukunft zu kurz mit Wasser? Trotzdem sind deren Fluglinien sehr populär und Dubai als Feriendestination wie Steueroase populär. Die meisten Touristenpaare, die ich in Sri Lanka und bisher in den Philippinen kennen­ge­lernt habe, nutzen Airlines des Orients. Schweizer, die ich kennen lernte, reisten mehrheitlich, seit kurzem mit Edelweiss Airline nach Colombo, da es ein Direktflug ist.  

 

Ich habe mehrere ambivalente Beispiele erwähnt,  das erinnert mich an die heutige Migros. Der Gründervater hat die Regelung getroffen, keinen Alkohol und Tabak zu verkaufen. Das heutige Management kauft einfach eine Ladenkette mit anderem Namen mit genau diesem Angebot. Schlaumeierei, in meinen Augen. In Dubai, wo der Glaube Alkohol wie das Zinsgeschäft oder Investmentbanking verbietet, und die Rolle der Frau gelinde gesagt schwierig ist, da wird einfach eine Freihandelszone geschaffen und der Alkohol, wie die knapp bekleideten Damen in ein Hotel gepackt. Und schon reisen die vergnügungssüchtigen Touristen Euro­pas an. Emanzipation hin oder her. Steueroase daher. 

 

Gleichzeitig mache ich viele Erfahrungen mit gläubigen Moslems: Sei es in Tansania, wo Moslems Schweinefleisch essen (Blog Kiti Moto). Im Flieger, wo Alkohol gereicht wird, denn Allah sieht das nicht. Quasi solange ich in der Familie und unter sozialer Aufsicht bin, gilt die Religion. Kaum weg, ist alles möglich. Da sind die Katholiken nicht viel besser. Sei es mit den Skandalen des Kindesmiss­brauch­es oder der „Kasse der römischen Kirche“ für entgleiste Pfarrer. Die lassen ihre Kinder ohne Vater aufwachsen. Dabei gilt doch das Zölibat! Viel schlimmer hingegen empfinde ich die Wirkung der Kirche mit dem Aufruf, keine Präservative zu nutzen! Hier in den Philippinen explodieren die Schwangerschaften von minderjährigen Mädchen, genauso wie in Afrika. Auch Aids ist hier wieder ein Thema. Die demografische Entwicklung wird durch die Kirche komplett ausgeblendet. Bitte richtig verstehen: Jeder entscheidet selbst. Ich habe viel gesehen auf der Welt, in meinem Leben vielschich­tige Erfah­run­gen gesammelt und komme immer mehr zum Schluss: Religion ist, wie es Helga vom HelgasFolly sieht, ein einziger Tempel mit unterschiedlichen Türen. Es gibt verschiedene Eingänge, aber am Schluss ist es der gleiche Tempel.

 

Religion sollte kein Grund für Krieg oder Missverständnisse der Bewohner sein, wie ich sie heute erlebe. Wenn alle Religionen in einem Tempel in unterschiedlichen Räumen sind, müsste das wie eine Familie funktionieren. Meine Sicht.

 

Sand – Der meistgebrauchte Rohstoff, weltweit

Bilder Marokko

 Ich konnte nicht glauben, dass Sand der meistgebrauchte Rohstoff der Welt ist. Sand, das Megage­schäft. Aber alles unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Diese Tatsache war zu Beginn wenig vorstellbar und glaub­würdig für mich. Aber je mehr ich über das Thema erfuhr, umso logischer ist es für mich geworden. Sand ist heute volumenmässig das grösste Schmuggelgut der Welt und Indien der wich­tigste Dreh- und Angelpunkt. Ganze Sandstrände in Asien und Afrika verschwin­den über Nacht. Die Umwelt, die besser „Mitwelt“ heissen würde, ist konfrontiert mit Schäden unermesslichem Aus­masses: Mensch wie Natur. Indonesien hat schon 25 Inseln verloren via Sandab­bau. Das Meer verzeiht nicht und frisst, d.h. spült, mit den Gezeiten die Inseln von der Weltkarte. Auch ich war ein Betroffener durch das unverständliche Resultat der Abstimmung in Rubigen, über den Kiesabbau. Dieser Entscheid war höchst bedenklich für die lokale Flora und Fauna. Meine beruflichen Erfahrungen zeigen, dass solche grosse vermeintlichen Steuerzahler potentielle Langzeitschäden, die entstehen können, nicht berappen. Im Gegenteil mittels fristgerechten Firmenverkäufen, Struk­turänderungen, Sitzverlegung oder sogar Liquidation sich aus der Verantwortung schleichen.   

 

In Sri Lanka, Malawi wie auch Tansania, begegnete ich dem Sandbedarf an jeder Ecke. Doch was ich in Sri Lanka antraf, hat alles Vorstellbare übertroffen. Im Rahmen der Belt and Road Initiative (BRI) Chinas, wird in Sri Lanka gebaut wie verrückt. In Colombo ist ein zweiter Hafen neben dem alten Hafen gebaut worden. Weil der Handel zwischen China und Indien nur so aufrechterhalten werden konnte. Alle grossen Schiffe müssen umgeladen werden, um Indien anzufahren. Wie in Hamburg, angrenzend zum neuen Hafen, entsteht ein komplett neuer Stadtteil. Im Südosten der Insel liegt die Hafenstadt Hambantota. Dort steht seit 5 Jahren ein ungenutzter Flughafen (1 Mio. Passagiere Kapazität), ein leeres Spital, eine leere Schule und Autobahnen vom Feinsten. Das ist übrigens die Heimatstadt des früheren Präsidenten von Sir Lanka, der 2015 abgewählt wurde. Der Besitzer des neuen Hafens in Colombo ist der Schwiegersohn dieses Präsidenten. Ein Schelm wer Böses denkt. Der neue Hafen ist ausgelegt für Schiffe mit bis zu 20‘000 Containern Fassungsvermögen. Blüht diesen Investitionen dasselbe Schicksal wie im Hafen von Hambantota, der die nächsten 99 Jahre China gehört? Sri Lanka konnte den Kredit nicht mehr bedienen und China löste die Option der Nutzung aus. Dieser heute kaum genutzte Hafen wurde gesetzlich geschützt. Alle importierten Autos von Sri Lanka, gehen über diesen Hafen. Bei dieser Bautätigkeit ist es nicht verwunderlich, wie riesig die Zementwerke von Holcim in Sri Lanka sind. Die beiden Werke in Galle und Puttalam produzieren pro Jahr 1.5 Mio. Tonnen Zement.

 

Bilder Sri Lanka

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch weltweit nimmt der Sandbedarf gigantische Ausmasse an. Der gesamte Handel wird auf USD 70 Mia. geschätzt. Aktuell sind 58 Atomkraftwerke weltweit im Bau und fast 500 geplant. Alleine diese Atomkraftwerke sind nichts im Vergleich zu den geplanten Landeserweiterungen der Weltstätte Singapur, Hongkong, Dubai, Amsterdam, Barcelona, Hamburg und weiteren in allen Kontinenten der Welt. Woher soll all dieser Sand kommen? Der Sand der Wüste fällt weg. Um eine stabile Verbindung mit dem Zement/Beton zu erhalten sind eckige Körner notwendig. Die Sandkörner der Wüste sind rund geschliffen vom Wind – unbrauchbar. Alleine Australien hat 35‘000 Firmen, die mit dem Export von Sand zu tun haben: Handel, Abbau, Transport. Also werden Strände, Bäche und Meeresböden abgegraben.

 

Da fragt man sich was Greenpeace, eine Umwelt­or­ganisation die ich wirklich schätze, sich bei der Wahl ihres Hauptsitzes gedacht hat. Ihre neuen Büros befinden sich an einem Ort an dem normalerweise Wasser ist: in der neuen „Hamburger Hafen City“ gleich neben der Elbphilharmonie Oper. In Ham­burg sind bis 2030 rund 157 Hektaren Land geplant zu über­bauen. Aus meiner Sicht ist die Wahl von Greenpeace unverständlich wie höhnisch, auch dann, wenn ihnen die Bürofläche geschenkt worden wäre.

 

Empfehlenswerte Literatur dazu von Harald Lesch:

- Die Menschheit schafft sich ab - Das Neueste ist = Wenn nicht jetzt, wann dann?

 

Umweltsünden von Bedeutung sind die weniger Offensichtlichen:

- Meeresverschmutzung     = Gifte Industrieanlagen, Nährstoffe/Dünger, Lärm Schiffe/Bohrinseln

- Nachfrage Ressourcen      = Gas/Öl, Sand-/Kies, Medikamente, Aquakultur, Meeresbergbau

- Überfischung                      = Illegale Überfischung, industrielle Fischerei, Übernutzung Bestände

- Zerstörung Lebensräume = Mangrovenwälder, Hafenerweiterungen, Hotels, Korallenriffe

- Bioinvasion                         = Einwanderung fremder Arten via Schiffverkehr, Tourismus

- Klimawandel                       = Meereserwärmung-/spiegelanstieg, Ozeanversauerung

- Strombedarf                       = Internet, Blockchain, Bitcoin, Sozialmedien, Antrieb Auto, Cloud…

 

Risiko Mensch und die Anlagemärkte
Das, was ich bisher zur Umwelt (Mitwelt) geschrieben habe, zeigt deutlich auf, dass der Mensch das Risiko ist. Die Parallelen zu den Anlagemärkten und dem Verhalten des Anlegers ist frappant. Wie bei der Mitwelt, ist auch bei den Investitionen der Mensch das Risiko. Ich kann es kaum einschätzen. Vermögende Familien sind sich dieser Effekte bewusster und leisten sich eine eigene Organisation. Sie haben zu viele Erfahrungen gemacht und sind eher sensibilisiert.

 

Verdrehte Sicht und verkannte Priorität Edelmetall und Seltene Erden
Wie bei der Mitwelt ist das Wissen über die Einzelprobleme vorhanden. Hingegen hat niemand ein Interesse, diese Teile in einer verständlichen Gesamtsicht darzustellen. Meine Anlagestrategie ist geprägt von vielen Zutaten, die zu einem einmaligen wie verblüffenden Gericht zusammengefügt werden. Meine Anlagestrategie basiert auf Elementen des Permanenten Portfolios und hat heute eine fixe Quote von 25% Edelmetall. Nutzt verschiedene Anlagestile ohne Berührungsängste. Oder ähnlich vergleichbar mit den unterschiedlichen Stilen der Küche: klassisch Französisch, marktfrisch /saisonal, Molekular, Mediterran etc. Quasi das Beste aus allen Welten. Ich richte meine Anlagestrategie auf schwierige Zeiten aus.

 

Meine Reise hat mir einmal mehr bestätigt, dass der Bergbau nicht das Hauptproblem unseres Umganges mit der Natur darstellt. Wir haben unbestritten Restrisiken, auf der anderen Seite erfor­dert der Schutz unserer Mitwelt einen sorgfältigen Bergbau. Alles was wir heute unternehmen für eine „Saubere Energie“, kommt aus dem Bergbau. Die Antriebe für Auto, Windkraft, Solarzellen (auch Sand), wie Velo, PC oder Steuerungen, Leistungssteigerungen Motor etc. bedingen schwere seltene Erden. Der einzige Schutz für mein Vermögen, der in 5‘000 Jahren der Geldgeschichte immer funktioniert hat, ist – Edelmetall. Wegen der extremen, wie längsten Entwicklung der Anlagemärkte der letzten 10 Jahre und dem Vorgehen der Zentralban­ken, setze ich eine fixe Edelmetall Quote (Vermö­gens­schutz) ein. Schwere Seltene Erden (Solar, Windkraft, Elek­tro­antrieb) können – wer will - ebenso integriert werden. Um handlungsfähig zu bleiben, selbst wenn die Banken geschlossen sind, wie das in Griechenland und Zypern der Fall war, habe ich für mich persönlich Gold-/Silber Münzen wie kleine Barren beschafft. Diese lagere ich aus­serhalb des Bankensystems.

 

Ich bin kein Weltuntergangs­prophet. Ich betrachte die Anlage in Aktien und Obligationen nicht als das Risiko, hingegen der Mensch in seinem Verhalten. Ich glaube an Zyklen und dass Übertreibungen korrigieren. Verzerrte Märkte können nicht dauerhaft aufrechterhalten werden. Deshalb ist eine geschickte Risikoverteilung (Neudeutsch Diversifikation) dringend nötig.

 

Verständnis, Rolle und Wirkung Zentralbanken und Schweizer Nationalbank

Etwas Wirtschaftsgeschichte im abgekürzten Verfahren: Nach dem 2. Weltkrieg fand 60 Jahre ein Wirtschaftswachstum sondergleichen statt. Fast alle Menschen auf der Welt haben profitiert und waren glücklich wie zufrieden. Die smartesten Menschen etwas mehr als die weniger Smarten. Doch auch den armen Menschen ging es gut und auch sie waren glücklich. Denn sie hatten mehr. Dann kamen Reagan (USA) und Thatcher (England) mit dem Votum der freien Märkte. Alle klatschten Beifall. Das System hat mit den Massnahmen der führenden Köpfe der amerikanischen Zentralbanken von Greenspan, Bernanke und Yellen wie Draghi in Europa und Jordan in der Schweiz  - das glücklich sein der meisten Menschen, zerstört. Die Diskrepanz und Schere der Reichsten und Ärmsten klafft in extre­mis auseinander. Der Mittelstand verschwindet. Der Unfrieden wächst. Idealer Nährboden für Populismus. Der Sozialismus ist nicht die Lösung und der Kapitalismus ist nicht das Schlechte. Die Gier, der Egoismus und das Verludern der Moral und Ethik gegenüber der Gemeinschaft sind aus meiner Sicht die Trigger und aller Orten präsent. Im Fokus Gewinn und Reich sein - die Sackgasse. Lösungen miteinander und Argumente der Gegenseite diskutieren wie umsetzen die Ausnahme. Meinungen werden zur Doktrin und werden nicht mehr verändert. Der Wettbewerb der Superlative von höher, schneller, günstiger, weiter etc. erzeugt zwei Verlierer die sich nicht wehren können. Die Natur in erster Linie und ich als Mensch in zweiter Linie. Das Verrückte: Ich zerre an den Reserven, die den nächsten Generationen gehören und das bezahlen werden. Das ist offensichtlich und die Erfahrung wurde jetzt mehrfach gemacht: 1987, 1995, 1998, 2001, 2008… Die Schadenssummen steigen exponentiell (Hockeystock mässig) mit jedem eingetretenen Schaden.

 

Die Gier und der Geiz treiben seltsame Blüten. Das tiefe Zinsgefüge hat zu viele Menschen, Organisationen und Staaten verführt, Schulden zu machen - Historischer Höchststand. Klar ist für mich, dass die Zentralbanken wie die Schweizer Nationalbank 3 Herren dienen. Ein Ding der Unmöglichkeit. Jahrelang sollte die Inflation (Preisstabilität) – der 1. Herr - gefördert werden. Der 2. Herr die Vollbeschäftigung war nach Einführung der EURO Untergrenze klar. Der Schutz der Exportindustrie und Arbeitsplätze ein wiederkehrendes Argument. Der 3. Herr ist der Anlagemarkt den es unter allen Umständen zu schützen gilt. Die CHF 850 Milliarden an Werten in der Bilanz der Schweizer Nationalbank sprechen für sich. Die Zentralbanken der Welt machen dasselbe. Seit dem rückwärts gemachten Purzelbaum des amerikanischen Zentralbanken Chefs offensichtlich. Die Zeit wird kommen, wo es klar wird. Im Moment noch für zu viele Privatanleger verschwommen. Auch hier der Mensch mit seinem Verhalten das Risiko.

 

Kurzfristige Sicht/Verhalten verhindert das Nutzen von exponentiellem Wachstum

Die wenigsten Anleger sind langfristig orientiert. Viele behaupten das zwar von sich, dass dem nicht so ist, wird erkennbar: Produktevielfalt/-Angebot - Umsätze der Banken bei Abgaben von Kauf/Verkauf – Herdenverhalten (das tun was alle tun z.B. ETF) – Verkaufswellen wie Panik bei Kurseinbrüchen – Mode­strö­mungen – Marketing Gläubigkeit – Flut von Finanznachrichten etc. Die Fokussierung auf Quartal, Jahr etc. führen zu absurden Verhalten in zu vielen Bereichen. Das Klima wie die Mitwelt ist aus den Fugen, denn Gier (Geld) und eigene Bequemlichkeit wie Eigennutz das Zentrum. Das Verhalten von Partei, Politik wie Wirtschaft etc. bestätigt das.

 

Einzig China verhält sich bezogen auf Lang­fristig­keit und exponentielles Wachstum gegenteilig. Das Projekt „Belt and Road Initiative“ (BRI) das künftige Werkzeug dazu. Wirtschafts­stellung USA hat viel mit dem Strassennetz zu tun. Der US Präsident Eisenhower hat die Idee der Autobah­nen von Deutschland (2. Weltkrieg) übernommen und das grösste Infrastruktur Programm der USA ausgelöst. BRI ist Exponentiell mit der Integration: Hafen - Schiene - Strasse. Gleichzeitig fördern wir das Ganze mit finanziellen Beteiligungen sprich Unterstützung. Früher mit dem Export unserer Arbeitsplätze. Wohin das führt, wird die Zukunft zeigen (siehe oben Bsp. Sri Lanka).  

 

Am Tiefpunkt der Krise am 15. März 2009, trauten sich die wenigsten Anleger Aktien zu kaufen. Charly Munger, der Partner von Warren Buffet (Erfolgreichster Anleger aller Zeiten), kaufte genau zu diesem Zeitpunkt Bankaktien von Wells Fargo. Bankaktien hatten sowas ähnliches wie die Pest – Unberührbar. Für Charly der beste Zeitpunkt. Charly wie Warren sind bekannt für ihr „Nichtstun“ und unglaublich hohen, jahrelang ungenutzten Bargeldbeständen. Doch, wenn sich eine Möglichkeit bietet, wird ohne Zaudern im grossen Stil gekauft. Basis ihres Reichtums = exponentielles Wachstum.

 

Die Dimension und Wirkung von exponentiellem Wachstum d.h. Zinseszins Effekt ist wenig fassbar für den Menschen. Anhand dem Schachbrett mit 64 Feldern wird’s klar. Ich lege auf dem 1. Feld ein Reiskorn und verdopple die Anzahl mit jedem Feld (1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256, etc.). Nach 64 Feldern = 18 Trillionen, 446 Billionen, 39 Milliarden, 484 Millionen, 29 Tausend, 952 Reiskörner. In Gewicht umgerechnet mit 100 Körnern zu 3 Gramm = 277 Milliarden Tonnen.

-  Weltjahresproduktion 2017 von Reis = 769 Millionen Tonnen Reis 

 

Herdenverhalten, Gewohnheit, steigender Absicherungsmodus mit steigendem Alter, Komfortzone

Das Herdenverhalten erkenne ich an vielen äusserlich wenig beachteten Vorgängen. Das „Dazu-Gehören“ das A und O. Zu vieles wird austauschbar: Zertifikate, Labels, VIP Anlässe, Finanzindustrie, Grossisten, Basels Chemie, Bauweise, Verkäufe von Immobilien, Firmen etc. (dem Meistbietenden), verdichtetes Bauen, Mono­kultur, Berufskleidung, Schulsystem, Universität, Erwachsenenbildung etc. eine endlose Fortsetzung ist möglich. Das Verludern moralischer Grundsätze wird akzeptiert. Nicht auffallen, anecken - „Dazu-Gehören“. Mitmachen.

 

Die unterschätzte wie wenig beachtete Macht von Gewohnheit bei Entscheidungen und die steigende Risikominimierung mit dem Alter, verhindert vieles. Bequemlichkeit im Zentrum. Je älter ich werde, desto stärker der Absicherungsmodus und die Vermeidung von Risiken. Die wenigsten Menschen pflegen mit einem verurteilten Straftäter Beziehungen. Wenn hingegen eine Firma oder Bank verurteilt wird, hat das meistens wenig bis keine Konsequenzen. Der Nährboden, der selbst geschaffenen Abhängigkeiten mit Funktion, Einkommen, Familie, Haus, Hobby, Auto, Ferien, Status etc. bleibt meistens unbeachtet. Wobei genau diese Abhängigkeiten Trigger Punkte sind, die meinen Spielraum zur Veränderung einschränken. Die sinkende Risikobereitschaft mit steigendem Alter stärkt das Ganze. Salopp formuliert: Dem Leidensclub anzugehören ist einfacher als auszutreten. Denn ich kenne die Schmerzen und das Leiden. Das Neue wie Unbekannte ein Risiko. Die Chancen und Möglichkeiten ausgeblendet. Das ist ein zentraler Aspekt, den die Finanzindustrie nutzt. Auch hier das Risiko der Mensch und sein Verhalten.

 

Beeinflussung/Manipulation und Glaubenssätze die meistens negative Wirkung haben

Dieser Teil verblüfft mich am meisten. Wie hartnäckig sich in der Finanzindustrie die Elemente von Beeinflussung und Manipulation wiederholen, grenzt schon fast an Unbelehrbarkeit. Doch wenn es um das eigene Geld geht, sind zu oft äussere Symbole wie Verpackung, persönlich gewachsene Beziehungen das A und O. Oder schlimmer, es wird aufgrund von Sachzwängen, gesellschaftlichen Normen, etc. Geschäftsbeziehungen eingegangen, die schlicht nur meine eigene Abhängigkeit fördern. Genauso zerstörerisch, mindestens schädigend, ist die Sucht keine Fehler zu machen. Das Produkt kaufen, das populär ist. Also das was meine Freunde, Nachbarn, Familienmitglieder, Businessclub etc. mir empfehlen. Erinnern sie sich an Charly Munger, er kauft das was keiner will d.h. unpo­pulär ist. Denn dann kriegt er einen optimalen Preis und eine hohe Chance Geld zu verdienen.

 

Die Entscheidungsgrundlagen sind zu oft gemischt mit Fakten, die auf den ersten Blick bestechend sind. Wer den Knigge beherrscht, sympathisch im Auftreten ist, der Norm entspricht, wenig Angriffsfläche bietet, ist im Vorteil. Trotzdem wiederholen sich mit diesen eloquenten, wie perfekten Auftritten, immer wieder die grössten Skandale. Bei genauer Sicht, d.h. wer dann der Sache auf den Grund geht, findet Widersprüche und Zahlen, die so schlicht nicht plausibel sein können: Bering und Madoff mit ihren Fantasierenditen.

 

Die geweckte Gier auch Reich, zu werden eliminiert jegliche Vorsicht. Wiederkehrende regelmässige Renditen von über 10% haben nur wenige Menschen geschafft. Blender mit massgeschneiderten Anzügen finden sich da keine darunter. Je teurer der Lebenswandel des Anbieters und Beraters, umso offensichtlicher. Oder Lance Armstrong mit seiner unnatürlichen Leistungsexplosion an der Tour de France über Jahre. So offensichtlich. Trotzdem akzeptiert. Die Geldmaschine läuft.

 

Genauso die verantwortlichen Menschen, die zur Allfinanzzeit (2000/ 2001) die Winterthur und Zürich Versicherung wie Credit Suisse zum straucheln bringen. Oder die obersten Leiter und Gremien von Firmen wie Raiffeisen, UBS, Swissair, Deutsche Bank die unreflektiert Übernahmen, Strategien, Wachstumspläne etc. absegnen. Werner K. Rey war genauso ein Liebling von Wirtschaft und Geldgeber. Hintergrund zu oft Gier oder Angst: etwas zu verpassen, ausgeschlossen zu werden aus der Gesellschaft, alleine sein, ungeliebt sein, auffallen etc. Da ist Widerstand leisten ein Kraftakt. Hin­­­ge­g­­en den Status, Lohn wie Ansehen, Macht der Funktion geniessen, im Zentrum. Das alles sind Grundlagen von Manipulation, Beeinflussung, und Abhängigkeiten. Das alles läuft im Unterbewusstsein ab und greift in meine Handlungen und Entscheidungen ein. Meistens zu meinem eigenen Schaden. Der Mensch, das wenig beachtete und thematisierte Risiko.

 

Oder schlimmer: Ich habe aufgrund meiner eigenen „geringen“ Kenntnisse und Interesse wie Verständnisses des Anlage Themas, zu viel Respekt vor der Kompetenz. Das hat Vorteile, wenn ich auf einen Berater treffe, der es gut mit mir meint. Wenn hingegen der anreizge­triebene Verkäufer mir vis–à-vis sitzt, der wiederum eigene Abhängigkeiten, Manipulation und Beeinflussung ausgesetzt ist, kann der Laie nur verlieren. Die Medienvielfalt und deren Getöse fördert den klaren Blick ebenso wenig. Im Gegenteil die Verwirrung und Verunsicherung steigt. 

 

In diesem Spannungsfeld biete ich Lösungen an, die eher dem Einzelnen, der Gemeinschaft und der Natur nützen. Das Angebot stärkt primär die KMU und verhindert die Selbstbedienung zu Lasten der Sparer. Der integrierte Vermögensschutz nützt auch den sozialen Einrichtungen des Staates – bei der nächsten Krise. Der Fokus auf die langfristige Anlagestrategie und die Schwächen des Menschen ist einmalig. Der Einstieg, der Ausstieg und der Wechsel sind geklärt.

 

Am 28.3.2019 um 18 30 Uhr in Rubigen in den Räumen (Remise) der Dr. Werner Sidler Stiftung, berichte ich. Platz Reservation: www.financialcoach.ch -  a-z@financialcoach.ch  - 031 711 52 54

 

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